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Weg frei für das Bildungsticket

Bericht aus dem Verkehrsausschuss

Bad Oldesloe. Das 21-Euro-Ticket kommt! Der Verkehrsausschuss hat am Donnerstag (08.10.2026) den Vorschlag der Verwaltung beschlossen, künftig für alle Schülerinnen und Schüler einen einheitlichen Eigenanteil in Höhe von einem Drittel des Deutschlandtickets einzuführen. Damit schließt sich Stormarn ab dem kommenden Schuljahr dem Modell an, das in den anderen Hamburger Randkreisen Herzogtum Lauenburg, Pinneberg und Segeberg bereits umgesetzt wird. Für das neue Ticket stimmten Grüne, CDU und FDP. Der SPD-Antrag, das kostenlose Ticket für die derzeit rund 8.500 Listenschülerinnen und Schüler beizubehalten und gleichzeitig den Eigenanteil beim Deutschland-Schulticket von 43 auf 21 Euro zu senken, fand keine Mehrheit. CDU, Grüne und FDP verwiesen auf die mit dem SPD-Vorschlag verbundenen Mehrkosten von rund einer Million Euro. Die Verwaltung rechnet bei ihrem Modell dagegen mit Mehreinnahmen von bis zu 1,1 Millionen Euro, die zur Entlastung des Kreishaushalts beitragen sollen. Unsere Fraktionsvorsitzende, Petra Grüner, machte deutlich, dass wir uns ein sehr viel günstigeres Ticket für alle gewünscht hätten. Die Grüne Jugend etwa fordert eine kostenlose Schüler- und Auszubildendenbeförderung. Vor dem voraussichtlich bis zu 40 Millionen Euro hohen Haushaltsdefizit könne aber niemand die Augen verschließen. Proteste von Eltern, deren Kinder wegen der längeren Anfahrt bisher kostenlos zur Schule fahren, kritisierten im Vorfeld der Verkehrsausschusssitzung abermals die zusätzliche Belastung von Familien durch das für sie nun teurere Ticket. Die Zustimmung zum einheitlichen 21-Euro-Ticket ist unserer Fraktion schwergefallen, die Mehrheit stimmte beim jüngsten Meinungsbild dennoch dafür. Dem folgten die Vertreter im VA. Die Vertriebsplattform OLAV, über die Schülerinnen und Schüler aus inzwischen elf Kreisen in Schleswig-Holstein das Deutschlandticket beantragen können, erwartet durch das einheitliche Verfahren deutliche Vereinfachungen. OLAV-Geschäftsführer Yomi bezeichnete das neue Ticket zudem als gerechter als das bisherige System, das auf festgelegten Entfernungsgrenzen beruhte. Die Einführung in den anderen Hamburger Randkreisen habe nicht zu dem befürchteten Rückgang der Verkäufe geführt. In Pinneberg habe sich die Zahl der verkauften Tickets vielmehr verdoppelt.

„KOMFORTZUSCHLAG“ NUN AUCH BEIM ANRUF-SAMMEL-TAXI

Der Verkehrsausschuss beschloss außerdem einstimmig eine Tarifanpassung beim Anruf-Sammel-Taxi (AST). Künftig wird ein Komfortzuschlag von 1 Euro pro Fahrgast und Fahrt erhoben. Für den On-Demand-Shuttle hvv hop war dieser Aufpreis bereits vor Kurzem auf 2 Euro erhöht worden. Begründet wird der Zuschlag beim AST mit dem Haustürservice für die Fahrgäste. Beim hvv hop wird auf den höheren Komfort gegenüber dem regulären Linienverkehrverwiesen. Zusätzlich steigen die AST-Fahrpreise zum 1. Januar 2027 je nach Tarif um 10 bis 20 Cent, während einzelne Tarifbereiche unverändert bleiben.

HISTORISCHE BRÜCKE BEI SPRENGE WIRD FÜR 800.000 EURO ERNEUERT

Einstimmig beschloss der Verkehrsausschuss zudem den Ersatzneubau der historischen Brücke am Radwanderweg zwischen Bad Oldesloe und Trittau südlich von Sprenge. Das aus 1890 stammende Bauwerk wird durch eine neue Stahlbetonbrücke ersetzt. Gleichzeitig soll das Gewässer an dieser Stelle wieder offengelegt werden, statt wie bisher durch ein Rohr unter dem Weg zu verlaufen. Das verbessert die ökologische Situation und den Wasserhaushalt. Die neue Brücke wird dafür etwas breiter gebaut. Die Kosten werden auf rund 812.000 Euro geschätzt.

GRÜNE Mitglieder im Verkehrsausschuss
Jan Schwartz, Malte Ilemann, Malte Harlapp

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Fraktion

Pressemitteilung

Petra Grüner
Fraktionsvorsitzende

Kreis Stormarn | Der Kreistag
Kreistagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen

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