Gerold ist 1962 auf einem Milchviehbetrieb in Ostfriesland geboren, hat Zivildienst in der Drogenberatung absolviert und Landwirtschaft mit dem Schwerpunkt Ökonomie an der Universität Göttingen studiert. Seine Diplomarbeit hat er über die Entwicklung der Milchproduktion in Malawi geschrieben. Am Institut für Rurale Entwicklung der Universität Göttingen hat Gerold von 1991 bis 1994 seine Doktorarbeit zum Thema „Ökonomisches Handeln von Nomaden in der Sahelzone“ geschrieben. Diese Feldarbeit war unter der Situation einer Hungersnot sehr prägend. Anschließend war er Junior-Professor an der Universität Kassel, Fachbereich Ökologische Agrarwissenschaften, und hat zum Thema „Naturschutz als neue Funktion und Leistung der Tierhaltung“ im Fach Agrarökologie habilitiert. Dort ist er auch bis heute Professor. Seit 2000 ist er Gründungsdirektor des Bundesforschungsinstituts für Ökologischen Landbau in Trenthorst, Stormarn.
Gerold hat zudem viele Jahre im Ausland gearbeitet, meistens zum Thema Hungerbekämpfung und Ökolandbau. Gerold wurde 1986, nach der Tschernobyl-Katastrophe, Mitglied der Grünen. Er war Mitglied im Kreistag Landkreis Göttingen und Ortsratsmitglied der Gemeinde Gleichen. Mit dem Umzug nach Stormarn im Jahr 2000 ist er im Ortsverband Bad Oldesloe aktiv geworden. Er war von 2003 bis 2008 Fraktionsvorsitzender in der Oldesloer Stadtverordnetenvertretung und danach bis 2023 ordentilches Mitglied. Seit 2008 ist er Mitglied im Kreistag Stormarn und Vorsitzender des Umweltausschusses.
Zentrale Themen sind die politische Arbeit im Naturschutz, dem Wasserschutz, dem Klimaschutz, die Landwirtschaft und der Ländliche Raum. Vertrauensvoll mit der Verwaltung und den Unweltausschuss zusammenarbeiten sind sein Ziel, damit die Ergebnisse auch wirklich mehrheitlich getragen werden. Der Kreis zeigt, wie gute Demokratie über Parteigrenzen hinaus gute Ergebnisse erzielt. Das erfordert natürlich auch schmerzhafte Kompromisse und Niederlagen. Aber als Grüne haben wir in den Themen auch vieles erreicht. Darauf dürfen wir Grünen aber auch die anderen Parteien und die Verwaltung stolz sein. So möchte ich auch bis zum Ende er Wahlperiode weiterhin mich aktiv in der Kreispolitik einbringen.