Der Neujahrsempfang der Stormarner Grünen am 31. Januar im Pferdestall in Ammersbek war mehr als ein formeller Start ins politische Jahr. Volles Haus, volles Programm und eine klare Botschaft: Die Grünen im Hamburger Rand mobilisieren. Vertreter aus den Kreisverbänden Herzogtum Lauenburg, Segeberg, Pinneberg, Steinburg und Lübeck betonten, dass sie ihr junges Netzwerk enger knüpfen wollen. „Ich freue mich über die neue, engere Zusammenarbeit mit den Grünen Kreisverbänden im Hamburger Rand“, sagte die Kreisvorsitzende Angela Tsagkalidis. „Gemeinsam entwickeln wir mehr Schlagkraft. “ Da Kiel für viele Themen weit entfernt sei, stärke diese Vernetzung den politischen Einfluss in der Region. „Wir haben ähnliche Themen, ähnliche Herausforderungen – gemeinsam können wir mehr bewegen. “
Frischen Schwung brachte Dennis Bluhm, der für das Bürgermeisteramt in Trittau kandidiert. Mit spürbarem Elan und klarer Haltung tritt er dem Politikverdruss entgegen. Sein Ansatz: zuhören, im engen Austausch mit Bürgern, Unternehmen und Vereinen arbeiten – und Verwaltung als Problemlöser verstehen. Sein Auftritt zeigte, wie glaubwürdig und nahbar kommunale Politik sein kann.
Inhaltlich herrschte große Einigkeit – und ernster Handlungsbedarf. Die Probleme vor Ort ähneln sich kreisübergreifend: Rückschritte beim Klimaschutz, klamme Haushalte, Angriffe auf die Demokratie und Kürzungen im sozialen und kulturellen Bereich. Was abstrakt klingt, wurde konkret benannt – mit dem Anspruch, Lösungen zu entwickeln und Widerstand zu organisieren.
Von schwierigen politischen Konstellationen berichteten die neugewählten Vorsitzenden der Grünen Fraktion im Stormarner Kreistag, Petra Grüner und Uwe Schreiber, sowie Kommunalpolitiker aus den 13 Ortsverbänden. Sie kennen Anfeindungen, Blockaden, das Ringen um Kompromisse und den langen Atem, den grüne Politik vor Ort braucht.
Aktuelle Informationen kamen aus Kiel: Uta Röpke, Parlamentarische Geschäftsführerin der Grünen Landtagsfraktion, ordnete die kommunalen Herausforderungen in den landespolitischen Kontext ein und ermutigte, die Grünen Themen – vor allem Klima- und Naturschutz – selbstbewusst zu vertreten.
Einen besonderen Akzent setzte Matthias Stührwoldt. Der Bio-Bauer aus Stolpe, bekannt als begnadeter Geschichtenerzähler, schlug mit seinem plattdeutschen Beitrag einen eigenen Ton an. Seine Alltagsszenen vom Lande, mal heiter, mal ernst, wirkten erdend – und erinnerten daran, dass Politik bei den Menschen und ihrem täglichen Leben ansetzen muss.
Der Neujahrsempfang endete, wie er begann: mit vielen Gesprächen, neuen Ideen. Die Stormarner Grünen gehen vernetzt, entschlossen und mit viel Rückenwind ins neue Jahr.
Podiumsdiskussion mit Vertreter*innen der Verwaltung, soziale Träger und der Zivilgesellschaft
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