Der Norden wächst jetzt auch parlamentarisch zusammen

Die erste Sitzung des gemeinsamen Ausschusses für die Zusammenarbeit von Schleswig-Holstein und Hamburg war aus grüner Sicht ein voller Erfolg. Nach dem ersten vorsichtigen Vortasten während der Sitzung im Hamburger Rathaus und dem Kennenlernen der unterschiedlichen Formalitäten von Landtag und Bürgerschaft stand thematisch die gemeinsame Verkehrspolitik im Vordergrund.

„Ein von beiden Seiten getragener Ausbau der S-Bahnen und ein Nordtarif verbessern die Möglichkeiten der PendlerInnen und schützen Umwelt und Klima“, sagt Eka von Kalben, Fraktionsvorsitzende der Grünen im Landtag. Gemeinsam mit ihrer Halstenbeker Landtagskollegin Ines Strehlau hat sie die engere Kooperation mit Hamburg mitinitiiert. Ines Strehlau sagt dazu: „Der Ausschuss für Zusammenarbeit bietet den richtigen Rahmen, um im Dialog mit den HamburgerInnen eine noch stärkere Vernetzung zu erreichen.“

Ein wichtiges Thema für die Kooperation von Hamburg und Schleswig-Holstein bleiben die Schülerströme. Ines Strehlau sagt dazu: „Das Gastschulabkommen, für das ich intensiv gearbeitet habe, gilt ab dem kommenden Schuljahr und muss sich jetzt bewähren. Die Anmelderunden für die Schulen laufen gerade. Einen Bericht zum Thema Gastschulabkommen haben wir für eine der nächsten Sitzungen angemeldet.“

Anjes Tjarks, Vorsitzender der Grünen Bürgerschaftsfraktion in Hamburg, sagt: „Die politische Zusammenarbeit zwischen Hamburg und Schleswig-Holstein wird immer intensiver und erfolgreicher. Die wichtigen Verkehrsprojekte wie die S4 und die S21 sind dabei nur zwei Beispiele, wie wir Hamburg und Schleswig-Holstein im wahrsten Sinne des Wortes noch enger verbinden. Gleichzeitig teilen wir auch viele politische Herausforderungen – unter anderem bei der HSH Nordbank. Mit dem jetzt regelmäßig tagenden Ausschuss werden wir diese Zusammenarbeit auf parlamentarischer Ebene weiter intensivieren und gemeinsam an guten Lösungen für den Hohen Norden arbeiten. Bereits die erste gemeinsame Sitzung hat dazu wichtige Anregungen gebracht und war von einer sehr konstruktiven und freundschaftlichen Atmosphäre geprägt.“

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