Leserbrief erschienen am 08.09.2011 im Hamburger Abendblatt (Stormarn-Teil):
2. September: "Schlappe für Schweinemast-Gegner"
Benjamin Stukenberg, Kreisvorstandssprecher der Grünen:
In Köthel soll eine Massentierhaltung errichtet werden, auf der 1450 Schweine auf engstem Raum zusammengepfercht gemästet werden. Die Gemeinde hat ihren Widerstand aufgegeben, weil sie rechtlich keine Handhabe sieht. Nun liegt es an jedem Einzelnen von uns.
Die Schweinemast ist ja nicht die Ursache für die Tierausbeutung, sondern ein Symptom. Solange die Nachfrage nach (möglichst billigem) Fleisch besteht, solange wird es Tierfabriken geben, und solange wird es Menschen geben, für die ein Tierleben wenig zählt und die für Geld die Tiere töten. Wenn es keine Nachfrage mehr nach Fleisch gibt, werden die Tierfabriken auch sofort verschwinden. Jedes Jahr werden 50 Milliarden Landtiere und unzählige Seetiere für den Konsum getötet, nur für den Moment, in dem das Tier gegessen wird, nur für den Moment der kurzen Geschmacksbefriedigung.
Darüber hinaus verursacht die tierische Landwirtschaft 18 Prozent der Treibhausgasemissionen, das ist mehr als Autos, Schiffe und Flugzeuge zusammen. Die tierischen Exkremente verseuchen ungeklärt unsere Landschaft und überdüngen unsere Flüsse. Der größte Teil unserer Landfläche wird für die Tierzucht verbraucht, zum Beispiel für den Anbau von Futterpflanzen. Und der Regenwald wird dafür abgeholzt. Für unseren Luxus des Fleischkonsums müssen Millionen Menschen hungern, weil es nicht genug Fläche auf diesem Planeten gibt, um alle sieben Milliarden Menschen mit Tierprodukten zu ernähren. Jeder Einzelne muss entscheiden, ob er die Tiermast in Köthel und anderswo mit seinem Gewissen vereinbaren kann. Ich kann es nicht.
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