Kreismitgliederversammlung in Ammersbek am 9.9.11 mit Brennpunkt-Thema Beltquerung

Die Grünen in Stormarn laden herzlich zur öffentlichen Mitgliederversammlung
am 9.9. um 19:30 Uhr nach Ammersbek in den Pferdestall ein.

Adresse:
Seminarraum im "Pferdestall"
Am Gutshof 1
22949 Ammersbek

Hauptthema wird das Referat "Die Auswirkungen der festen Fehmarnbeltquerung" von Malte Siegert vom Naturschutzbund NABU sein.

Genau vor 3 Jahren, am 03. September 2008, unterzeichneten Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee und seine
dänische Kollegin Carina Christensen trotz massiver ökologischer und ökonomischer Bedenken den Staatsvertrag über den geplanten Bau einer festen Querung über den Fehmarnbelt.

Malte Siegert wird in einem Powerpoint-Vortrag darstellen, dass

  • der Bau einer festen Querung über den Fehmarnbelt sowohl aus ökologischer als auch aus ökonomischer Sicht unverantwortlich ist. Siegert: "Lächerlich das prognostizierte Verkehrsaufkommen von gerade einmal 10 000 Fahrzeugen täglich, für das andernorts noch nicht einmal eine Ortsumgehung gebaut wird!"
  • die Bundesregierung den Staatsvertrag unterzeichnet hat, ohne in einem ausreichendem Maße auf die massiven Bedenken ökologischer und ökonomischer Natur einzugehe. Siegert: "Denn obwohl Dänemark, das die Querung alleine finanziert, auf Druck deutscher Umweltverbände und Bürgerinitiativen mittlerweile von einer Schrägkabelbrücke  auf einen Absenktunnel umgeschwenkt  ist, durchpflügt auch dieses gigantische Vorhaben ein bedeutendes europäisches Schutzgebiet mitten im sensiblen Fehmarnbelt. Ein gewaltiger Krater von 20 Kilometer Länge mit unabsehbaren Auswirkungen für die Meeresumwelt müsste in den Fehmarnbelt gebaggert werden, um die gewaltigen Tunnelröhren im Boden zu verlegen"
  • das Land Schleswig-Holstein bereits zugesagt hat, sich an den Kosten der Hinterlandanbindung zu beteiligen, ohne dass deren Ausfinanzierung bislang sichergestellt ist
  • es zudem gute, schnelle Fährverbindungen für Bahn und Kraftfahrzeuge gibt, die lediglich zu 40 Prozent ausgelastet sind und mit der festen Querung ein Verlust an Arbeitsplätzen in der Fähr- und Hafenwirtschaftwirtschaft der Region droht.

 

Siegerts Fazit: "Angesichts minimaler wirtschaftlicher Nutzeffekte  bei  absehbar extremen volkswirtschaftlichen  Gesamtkosten von schätzungsweise 20 Milliarden Euro nebst nachhaltigen Umweltschäden bleibt die Forderung der Kritiker nach einer Neubewertung des Vorhabens bestehen. Ein Ausstieg im gegenseitigen Einverständnis beider Länder wäre staatsvertraglich möglich. Aus reiner Vernunft ist er schon lange überfällig!"

Die auf unserer Veranstaltung ebenfalls anwesende Landtagsabgeordnete Marlies Fritzen aus Ostholstein wird in der anschließenden Diskussion auf die Bedeutung der Querung für die Hinterlandanbindung (Verkehr in Ostholstein und Stormarn und Störung des Ostsee-Tourismus) eingehen.

Sie sind herzlich eingeladen, hier mit zu diskutieren.


Mehr Informationen:
http://schleswig-holstein.nabu.de/projekte/fehmarnbelt/index.html

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