Erneuerbare Energien: Bessere Fahrpläne für die Dörfer

Sonnabend hatten wir den Tag der erneuerbaren Energien. Der Kreis informierte über das Bauen am und im Haus. Wie sich zeigte, sind wir bei Heizung und Warmwasser noch relativ fein raus, denn beides können wir auf lange Sicht neben der Holzverbrennung durch konsequentes Anzapfen der uns umgebenden Energien Sonne, Wind und Erdwärme sichern. Und Strom gewinnt man in Zukunft vornehmlich aus Sonne, Wind und Wasserkraft, wenn denn der Staat die Entwicklung fordert und unterstützt. Dass nicht viel Zeit bleibt, sagen uns schon die steigenden Energiepreise.

Viel schlechter als bei den Häusern sind die Zukunftsaussichten für den Straßenverkehr. Sicher werden Privatwagen öfter in der Garage bleiben oder abgeschafft werden. Der Wasserstoffantrieb ist noch lange nicht ausgereift, Batteriebetrieb wirkt begrenzt, und nicht alle Wohnungen und Ziele können an einer Bahnstrecke liegen. Die individuelle Mobilität ist eine Aufgabe auch für die Kreispolitik. Alarmierend ist, dass die Landesregierung mit ihrem Entwurf zum Landesentwicklungsplan den außerhalb der großen Orte auf dem Land lebenden Bevölkerungsanteil verringern möchte. Allgemein erwartet wird auch, dass große Teile der älteren Bevölkerung in die Städte flüchten.

Das erscheint zu kurz geschlossen. Ganz wesentlich für die Lebensqualität auch in den dörflichen Bereichen wird es sein, die Erreichbarkeit auch ohne Privatwagen zu sichern. Wir Kreispolitiker haben im Laufe der Jahre dafür gesorgt, dass schon recht viele Busse und Anrufsammeltaxis bis in die Dörfer fahren. Doch wenn man statt des Autos den Bus nehmen möchte, stellt man beim Betrachten des Fahrplans zu oft fest, dass wohl die Hinfahrt klappt, nicht aber die Rückfahrt. Oder beim Umsteigen ist der stündlich verkehrende Bus oder die Bahn schon lange weg. Die Fahrplanmacher befolgen nämlich den Grundsatz, es den Fahrgästen auf den gut frequentierten Strecken immer vorteilhafter zu machen und dabei die wenigen Fahrgäste auf den schwächeren Linien außer Acht zu lassen. De Düwel schitt jümmers op den gröttsten Dutt. Wenn wir die Bewohnbarkeit der Dörfer sichern wollen, müssen wir diesen Grundsatz für die Fahrpläne aufheben. Es ist vielleicht nicht einfach, aber mit dem Einsatz von geistiger Energie sollte es zu erreichen sein.

Joachim Germer

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