Grüne fordern Kehrtwende in der kommunalen Seniorenpolitik

Zu Hause alt werden ist der mehrheitliche Wunsch der Deutschen . Jeder zweite (49,5%) würde sich selbst bei Hilfs-oder Pflegebedürftigkeit für das vertraute Umfeld entscheiden wenn er zuverlässige Unterstützung durch externe Pflegekräfte hätte. Ein Zimmer im Seniorenheim wünschen sich nur 3,4 %. Das ergab eine Umfrage des renommierten Marktforschungsinstituts GfK.

Auch das Kuratorium Deutsche Altershilfe fordert, das dem Wunsch der Menschen bis zum Lebensende im vertrauten Umfeld bleiben zu wollen in der kommunalen Seniorenpolitik Vorrang eingeräumt werden muss. Die Fixierung auf den Bau von Pflegeheimen gehe an den Bedürfnissen der Menschen vorbei. Ziel muss sein:

  1. altersgerechtes Wohnen schaffen und vorhandenes zu unterstützen

  2. ein Netz ortsnaher Beratungsstellen mit Fachkompetenz zu schaffen

  3. ein bezahlbares Angebot an hauswirtschaftlichen Hilfen und Fahrdiensten zu organisieren.

Was haben wir nun in Stormarn?

Lt. neuestem Pflegebedarfsplan …“liegt die tatsächliche Zahl der Heimplätze mit rd. 400 Plätzen über dem oberen Prognosewert 2015!!“

Bei den Seniorenberatungsstellen dagegen wird „eine regionale Ausgewogenheit" festgestellt, da diese Aufgabe (angeblich) von den Seniorenbeiräten auf der örtlichen Ebene wahrgenommen wird.

Dieses ist eine Mogelpackung zu Lasten alter Menschen. Die ehrenamtlichen kommunalen Seniorenbeiräte sollen als Alibi für fehlende Leistungen in der Seniorenpolitik herhalten obwohl sie die geforderten Aufgaben einer Seniorenberatungsstelle im Sinne des Gesetzes gar nicht erfüllen können: Lt. Pflegebedarfsplan müssten sie nämlich:

  • den individuellen Bedarf an hauswirtschaftlichen, pflegerischen oder anderen speziellen Hilfen klären
  • vorhandene Dienste, Versorgungseinrichtungen etc. vermitteln
  • bei Fragen der materiellen Existenzsicherheit Unterstützung leisten
  • Hilfestellung bei behördlichen Angelegenheiten und bei der Herstellung sozialer Kontakte geben

Die Grünen wünschen für den Kreis ein Netz von Beratungsstellen wie z.B. die Leitstelle „Älter werden“ in Ahrensburg.

So etwas kostet natürlich Geld, bringt aber viele Arbeitsplätze und erspart teure Sozialhilfeleistungen, denn wenige können Heimplätze langfristig allein aus Renten und Ersparnissen finanzieren. Wohnen in den eigenen vier Wänden kann da mit fachkompetenter Hilfe meistens aus eigenen Mitteln bewältigt werden.

Karin Hoffmann

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